Thomas Breymann
Rechtsanwalt & Steuerberater

Die Krise ist ein produktiver Zustand,
man muss ihr nur den Beigeschmack
der Katastrophe nehmen.

Max Frisch, 1911 - 1991

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Thomas Breymann
Rechtsanwalt & Steuerberater

Fachanwalt für Insolvenzrecht

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Sanierung

Ein Unternehmen zu sanieren, seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und damit die Existenzvernichtung zu vermeiden, ist unser vorrangigstes Ziel. Die jeweilige Situation richtig einzuschätzen und umgehend die erforderlichen Maßnahmen im Hinblick auf eine erfolgreiche Problemlösung zu ergreifen sind die zentralen Aufgaben unserer Beratungstätigkeit. Oft wird der Unternehmer bei der Bilanzerstellung durch den Steuerberater auf eine mögliche Überschuldung hingewiesen oder es ist ein Liquiditätsengpass entstanden. Dies sind klassische Szenarien, mit denen sich der in eine wirtschaftliche Krise geratene Unternehmer konfrontiert sieht. Die Angst vor den Folgen, die Angst vor dem beruflichen und wirtschaftlichen Scheitern hemmt sein Denken und Handeln. Bei Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise Zahlungslücken wird Kraft, Zeit und Energie verwandt, um sich mit Lieferanten und anderen Gläubigern über Zahlungsabläufe, Zahlungsengpässe beziehungsweise Zahlungsmodalitäten auseinanderzusetzen. Daraus ergibt sich die logische Konsequenz, dass es an unternehmerischen Aktivitäten mangelt, das Unternehmen am Markt zu positionieren, neue Aufträge zu akquirieren und generieren, Unternehmensziele neu zu definieren. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sich der Unternehmer wie im Hamsterrad dreht ohne einen Ausweg zu sehen. Die Gefahr, direkt auf einen Unternehmenszusammenbruch zuzusteuern, steigt drastisch. Es entwickelt sich ein fataler Kreislauf, den ein die Krise geratenes Unternehmenaus eigener Kraft in der Regel nicht mehr durchbrechen kann.

Am Anfang jeglicher Sanierungsberatung steht die Unternehmensplanung für die Zukunft. Es gilt festzustellen, ob und welche Perspektiven das Unternehmen hat, welche Möglichkeiten am Markt bestehen und wie das Unternehmen nach einer Sanierung aussehen soll. Erst wenn in derartigen Gesprächen mit dem Unternehmer und den Beratern des Unternehmens ein Konsens gefunden wurde, kann entschieden werden, ob und wie die Sanierung stattfinden soll.

Eine Sanierung ohne Insolvenz hat in bestimmten Fällen genauso ihren Charme wie eine Sanierung innerhalb eines Insolvenzverfahrens, die je nach Situation ebenfalls große Vorteile bieten kann. Eine Sanierung ohne Insolvenz ist oft sinnvoll, wenn eine Insolvenz zu hohem Reputationsverlust, Risiken bei Auftragsvergaben und Aufträgen führt. Die Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens hat den Charme, das üblicherweise die Mehrheit der Gläubiger entscheidend ist, im Gegensatz zu der Sanierung ohne Insolvenz die Stimmenmehrheit entscheidet. Ist die Mehrheit der Gläubiger in der Insolvenz bereit, die Sanierung des Unternehmens in der Insolvenz mitzutragen, werden die übrigen Gläubiger hierdurch überstimmt. Im Insolvenzverfahren stellt sich dann die Frage, ob eine übertragende Sanierung oder ein Insolvenzplan der richtige weg ist.

Die traditionelle Sanierungsberatung zielte darauf ab, eine Insolvenz zu vermeiden. Der Gesetzgeber hat als Vorbild das Chapter-11-Verfahren aus den USA vor Augen und versucht, gesetzliche Regularien im Insolvenzverfahren zu schaffen. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sanierung in der Insolvenz wurden immer mehr verfeinert. Das Instrument Insolvenzplan wurde in den letzten Jahren durch das ESUG aufgewertet. Das ESUG ist geprägt durch das Schutzschirmverfahren, die Eigenverwaltung und eine Verbesserung der Regularien für die Durchführung eines Insolvenzplans. Diese Instrumente haben mehr an Bedeutung gewonnen und ihnen ist gleich, dass man das Unternehmen auch in der Insolvenz im Kern erhält und fortführt.


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